Dossier selbst anfertigen oder nicht?

Rebecca Baumann 10/11/2017

Wie formuliere ich die ideale Beschreibung für mein Haus? Soll ich es mithilfe von Fotos oder doch Visualisierungen präsentieren? Und zu welchem Preis soll ich versuchen, mein Heim zu verkaufen?

Diese Fragen sind nur einige von vielen, die sich in der Hinsicht auf den Verkauf des eigenen Heims stellen. Der Mittelpunkt dabei ist das Verkaufsdossier: Was dem Käufer anschaulich präsentiert wird, für das ist er auch bereit, mehr zu bezahlen. Aus diesem Grund lohnt es sich, in ein professionelles Verkaufsdossier zu investieren.

Komplettes Verkaufsdossier: Das gehört rein

Wenn Sie Ihr Objekt gut präsentieren, ist die Wahrscheinlichkeit höher, es gewinnbringender zu verkaufen. In Ihrem Verkaufsdossier sollten daher die folgenden Dinge nicht fehlen:

  • Kontaktdaten Verkäufer
  • Beschreibung Objekt
  • Verkaufskonditionen (Preis, Verfügbarkeit, etc.)
  • Ausstattung (Parkplatz, Garage, Lift, etc.)
  • Verschiedene Pläne: Grundrissplan, Lageplan, Zonen- und Katasterplan, etc.)
  • Professionelle Fotos oder Visualisierungen
  • Grundbuchauszug (Grundlasten und Dienstbarkeiten)
  • Versicherungsnachweis Gebäudeversicherung

Je nach Situation ist es klüger, anstelle von Fotos Innenvisualisierungen zu erstellen. Diese wirken oft attraktiver als herkömmliche Fotoaufnahmen. Zudem müssen die Räume nicht schon freigeräumt werden und die Erstellung von Visualisierungen geht meistens mit der von 2D- oder 3D-Grundrissen in einem. Kostenmässig her handelt es sich um einen geringen Aufwand, schon ab CHF 700.00 erhalten Sie professionelle Visualisierungen. Vom Versicherungsausweis und dem Grundbuchauszug reicht eine Kopie.

Aufwand nicht unterschätzen

Je professioneller das Verkaufsdossier, desto besser. Die Verkäufer haben eine besser Grundlage, auf welche sie ihre Argumente abstützen können und profitieren dadurch von einer stärkeren Überzeugungskraft. Wenn Sie Ihr Dossier selber erstellen möchten, gibt es verschiedene Vorlagen im Internet. Beachten Sie dabei jedoch, dass das Verkaufsdossier sachlich-neutral und der Text nicht zu reisserisch formuliert sein sollte.

Der Aufwand ist dennoch nicht zu unterschätzen. Bereits das blosse Zusammenstellen der verschiedenen Unterlagen nimmt viel Zeit in Anspruch, zudem ist ein gewisses Restrisiko vorhanden, welches mit einem z.B. falsch berechneten Preis einhergeht. «Ein Objekt kann nicht x-mal mit unterschiedlichem Preis am Markt angeboten werden. So würde es zu Tode vermarktet werden und ginge schliesslich mit einem viel zu tiefen Preis an den nächsten Besitzer», weiss Michael Kohlas, Immobilien-Experte bei comparis.ch. Zudem können professionelle Innen- oder Aussenvisualisierungen nicht selber erstellt werden. Da lohnt es sich, einen Experten hinzuzuziehen.

Ebenfalls nicht vergessen werden darf, dass Interessenten betreut und beraten werden müssen. Dazu gehört es, mögliche Bedenken auszuräumen und die potenziellen Käufer darauf zu prüfen, ob diese überhaupt die finanziellen Mittel zum Kauf aufbringen können. Auch Preisverhandlungen werden oft unterschätzt.

Professionelle Hilfe beim Vertrag

Wer einen Makler mit dem Verkauf seines Eigenheims beauftragt hat, muss sich nicht selber um das Erstellen des Verkaufsdossiers zu kümmern. In der Verkaufsprovision eines seriösen Maklers ist diese Dienstleistung inbegriffen. Trotzdem sollten Sie die vom Makler erstellte Dokumentation noch einmal abschliessend zu überprüfen, um sicherzustellen, dass diese auch wirklich komplett ist und die oben aufgelisteten Dokumente enthält. Zudem sollte die Dokumentation auf Rechtschreibung und Lesefreundlichkeit geprüft werden.

Je nach Region und Art des zu verkaufenden Objekts betragen die Kosten für einen Makler zwischen eins bis fünf Prozent des Verkaufspreises. Mit einigen Angaben zur Immobilie kann eine erste Einschätzung vorgenommen werden und der Makler kann den gesamten Verkaufsprozess durchgehen mit dem Ziel, den optimalen Erlös für das Objekt zu erzielen.

Quelle: Dossier selbst anfertigen oder nicht?

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