Augen auf beim Hauskauf

Rebecca Baumann 12/08/2015

Der Traum vom Eigenheim muss nicht zwingend mit Baustress verbunden sein. Gebrauchte, ältere Immobilien gibt es stressfreier und mit vielen Vorteilen: Sie stehen oft in gefragten Lagen, verfügen über gewachsene Gärten und können günstiger sein als ein Neubau. Der Hauskauf will aber gut überlegt und durchgerechnet sein, die Immobilie auf Baumängel und Altersschäden geprüft werden.

Am Beginn der Immobiliensuche stehen – wie beim Neubau – die Fragen „Was will ich?“, „Was brauche ich?“ und „Wird meine Familie größer oder kleiner?“ Danach kommt die Analyse der Finanzen. Klarheit über das vorhandene Budget macht es einfacher, gezielt Ausschau zu halten. Auch lassen sich so Enttäuschungen von vornherein vermeiden, wenn etwa das Budget am Ende nur für eine Doppelhaushälfte, nicht aber für den Traum-Bungalow reicht.

Beim Makler registrieren lassen

Für die Suche nach dem neuen Zuhause sollten mindestens sechs Monate eingeplant werden. Erste Hinweise auf Objekte gibt es etwa im Internet und in Zeitungsinseraten. Auch Nachfragen im Bauamt und in der Nachbarschaft sind hilfreich und kostenlos. Bei Maklern wird eine Provision fällig. Wer dennoch einen Makler einschalten wolle, sollte sich in dessen Kundenkartei aufnehmen lassen. Vorgemerkte Kunden würden oft mit anderen Angeboten bedient als solche, die per Internet Exposes anforderten.

Das Wichtigste beim Hauskauf: die Lage

Erfüllt ein Haus die Grundvoraussetzungen wie Zimmerzahl und Fläche, sollte noch ein weiteres Kriterium zählen: die Lage. Sie entscheidet maßgeblich über den Wert der Immobilie und damit über deren Preis.

Umfeld genau unter die Lupe nehmen

Schule, Kindergarten, Einkaufsmöglichkeiten, Bus- und Bahnanbindung? Ein Spaziergang durch das Umfeld verschafft oft einen ersten Überblick. Ein Blick in die Bebauungspläne und in Bodengutachten hilft, möglichen Schadstoffen oder Grundwasserproblemen auf die Schliche zu kommen.

Vor Hauskauf gründlich in jede Ecke sehen

Das ins Auge gefasste Haus sollte man von aussen nach innen und vom Keller bis zum Dachgeschoss besichtigen. Experten empfehlen dafür mindestens zwei Termine. Einen ersten, um Lage, Grösse, Aufteilung und Ausstattung zu prüfen, und einen zweiten, um gründlich in die Ecken zu gucken. So sind Sanierungsbedarf und eventuelle Wertminderung besser einschätzbar.

Jede Hausgeneration hat ihre Schwachpunkte

Keller ohne Abdichtung, Rost an tragenden Elementen, morsche Balken und korrodierte Leitungen listet der Freiburger Bauingenieur Peter Burk in seinem für die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen geschriebenen Ratgeber als charakteristisch für Häuser des beginnenden 20. Jahrhunderts auf. Blei-Wasserleitungen und ungedämmte Dächer kommen häufig bei Gebäuden aus den Nachkriegsjahren vor.

Asbest oder giftige Holzschutzmittel können in Immobilien stecken, die zwischen 1946 und 1989 entstanden.

Sind Mängel vorhanden, müssen diese in die Modernisierungskosten einkalkuliert werden. Sie kommen also zum Kaufpreis hinzu. Die Investitionen werden den Experten zufolge nach Dringlichkeit, Finanzen und Stand der Technik geplant.

Vertrag für Hauskauf beim Notar unterschreiben

Vor der Unterschrift unter den Kaufvertrag sollten angehende Hausbesitzer eine Finanzierungszusage der Bank in der Tasche haben. Ausserdem muss ein Termin beim Notar vereinbar werden, wo sämtliche Fragen zum üblicherweise von Makler oder Verkäufer entworfenen Kaufvertrag gestellt werden und dieser Vertrag gegebenenfalls geändert wird.

 

Quelle: http://www.zuhause.de

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